Brexbachtalbahn e.V.
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Brex: Unbekannte zerschneiden Kabel
Freitag, 29. Januar 2010 um 00:00
Sicherungstechnik an den Bahnübergängen in Ransbach-Baumbach endlich abgenommen - Nun mehrmals Sabotage

Endlich ist die technische Abnahme an den Bahnübergängen in Ransbach-Baumbach erfolgt. Doch nun haben der Verein Brexbachtalbahn und die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mit einem neuen Problem zu kämpfen: Sabotage.

RANSBACH-BAUMBACH. Nicht alle scheinen mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahnstrecke einverstanden zu sein. Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch am Bahnübergang an der Fohr-Brauerei zwischen Ransbach-Baumbach und Hundsdorf einen Kabelschacht geöffnet und ein wichtiges Versorgungskabel durchtrennt. Eine gefährliche Form des Protests.

Das - so Gernot Kallweit vom Verein Brexbachtalbahn - ist bereits der dritte Fall von Sabotage innerhalb weniger Wochen. "Diese wiederholten und schwerwiegenden Eingriffe in die Sicherheitstechnik durch Bahngegner gefährden nicht nur die Abnahme der Strecke, sondern auch alle Verkehrsteilnehmer im Zug und auf der Straße." Kallweit warnt: "Die Folgen können fatal sein. Denn ein Zusammenstoß von Auto und Zug wird von den Tätern billigend in Kauf genommen."

Ein herber Rückschlag für den Verein Brexbachtalbahn und den Betreiber, die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft: Dabei war der Verein in jüngster Zeit gut vorangekommen. Trotz der kalten und widrigen Witterung haben die Aktiven des Vereins es geschafft, am 16. Dezember die Sicherungstechnik an den Bahnübergängen in Ransbach-Baumbach durch einen vom Eisenbahnbundesamt beauftragten Sachverständigen erfolgreich prüfen zu lassen und die technische Abnahme des Abschnitts Siershahn - Grenzau zu erhalten. Um die Sicherheit zu gewährleisten und die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, haben Betreiber und Verein einen fünfstelligen Betrag investiert, sodass sich nach mehr als 14 Jahren im Rahmen der Probefahrten erstmals wieder die Schranken an der Rheinstraße schlossen. Mit der endgültigen Abnahme und Erteilung der Betriebsgenehmigung rechnen Verein und Betreiber am Dienstag, 2. Februar.

Wie der Brex-Verein mitteilt, sind die Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige gebracht worden. Die Bundespolizei (Bundespolizeirevier Koblenz) bestätigt, dass die entsprechenden Anzeigen am Mittwoch erstattet wurden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe und des Diebstahls wurden aufgenommen. Die Schrankenmanipulationen allerdings fallen in die Zuständigkeit der Polizeiwache in Höhr-Grenzhausen, da es sich dabei um Eingriffe in den fließenden Verkehr handelt. Den Beamten wurden Vorfälle am 17. und 21. Januar gemeldet. Die Wache wünscht sich, dass derlei Vorkommnisse schnellstmöglich angezeigt werden. Sonst seien Ermittlungen schwierig. Dabei ließen sich gerade bei der derzeitigen Schneelage gut Spuren sichern.

Camilla Härtewig
 
 
(c) Rhein-Zeitung