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| Kommentar: "Brex" - alle sind gefragt |
| Samstag, 21. November 2009 um 00:00 | |||
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Von Camilla Härtewig Um es vorweg zu sagen: Ich bin kein Bahnnostalgiker. Mir geht das Herz nicht auf, wenn ich eine alte Dampflok durch die Landschaft schnauben sehe. Und ich kann die Bedenken der Anwohner in Ransbach-Baumbach verstehen, deren Gärten direkt an die Bahnlinie grenzen und die gerne am Wochenenden im Liegestuhl ihre Ruhe haben wollen. Auch dass einige Westerwälder einen Radweg auf der Trasse favorisiert hätten, ist legitim. Aber Fakt ist: Die Bahn darf rollen. Wer bestehende Infrastruktur nutzen möchte, bekommt den Vorrang. Tatsachen sollten akzeptiert werden. Nun muss das Beste daraus gemacht werden. Nicht durch Boykott, sondern durch Mitgestaltung. Ich erkenne das enorme touristische Potenzial an, das in der Brexbachtalbahn steckt - wenn alle Anliegergemeinden mitziehen, wenn sich Geschäftsleute, Tourismusexperten, Landkreise, Gastronomen und Bürger mit pfiffigen Ideen zusammentun und etwas Einmaliges auf die Beine stellen. Nicht jeder für sich - sondern über geistige und Kreisgrenzen hinweg. Man kann die ehrenamtlich Aktiven nicht alleine lassen. Die haben jetzt erst gemerkt, was für ein Mammutprojekt die "Brex" ist. Es ist noch viel zu tun: Freischneiden, eine Lösung für das Kreisverkehr-Problem in Bendorf muss her, ein Gleisanschluss fehlt in Neuwied. Das alles kostet nicht nur viel Zeit und Mühe, sondern auch richtig viel Geld. Ein Verein alleine ist damit überfordert - wie motiviert die Mitglieder auch sein mögen. Damit die "Brex" glückt, müssen alle ran. Die Region hat tolle Pfunde, mit denen sie wuchern kann. Und wo Entwicklungsbedarf besteht: Ärmel hochkrempeln und ran. So könnten Besucher von Siershahn (Tonbergbaumuseum) über Ransbach-Baumbach (Kunst- und Keramikstation) und Grenzau (Burg besichtigen, Wandern, Limesstation) viel erleben. Wenn Bendorf und Neuwied hinzukommen, wird die Strecke um Burg und Schloss Sayn sowie den Schmetterlingspark und das idyllische Engers ergänzt. Ein Stück des Weges wandern oder radeln, dann mit müden Beinen einen historischen Zug besteigen und die schöne Landschaft bestaunen - die "Brex" ist eine Chance für die Region. Das sollten alle endlich begreifen. (c) Rhein-Zeitung
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