Brexbachtalbahn e.V.
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Seriöse Informationspolitik?
Donnerstag, 26. Juli 2007 um 03:00

"Seriöse Informationspolitik?"

Die Brexbachtalbahnstrecke zwischen Engers und Siershahn soll reaktiviert werden. Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach ist strikt dagegen.

Bereits im Mai/Juni 2007 ließen der Vorsitzende des Vereins Brexbachtalbahn und der Geschäftsführer der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft in den Printmedien und im Internet verlautbaren, dass man mit der Deutschen Bahn einen (Pacht-)Vertrag über die Nutzung der stillgelegten Strecke im Brexbachtal abgeschlossen habe. Schade, dass der Vertreter der DB Netz AG im Rahmen der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative "Keine Brex!" am 2. Juli nicht die Gelegenheit bekam, hierzu Stellung zu beziehen. Er hätte nämlich klargestellt, dass es eine derartige Vereinbarung gar nicht gibt!

Soll mit einer derartigen Informationspolitik dem Bürger irrigerweise suggeriert werden, dass die Reaktivierung der Brexbachtalbahn bereits "beschlossene Sache" und Widerstand zwecklos ist? Des Weiteren werden die Befürchtungen und Ängste der Gegner der Reaktivierung der Brexbachtalbahn in Bezug auf die Inbetriebnahme eines Güterverkehrs seitens des Vereins Brexbachtalbahn unter anderem mit der nicht ausreichenden Achslast der Strecke und dem fehlenden wirtschaftlichen Interesse energisch zurückgewiesen. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang erscheint, dass der Geschäftsführer der Brexbachtalbahn im Januar 2006 hierzu noch eine ganz andere Meinung vertrat. In einer Stellungnahme für "Pro Bahn" erklärte dieser, dass "die Tonbergbauindustrie einige Transportrelationen mit Frankreich unterhält" und "eine reaktivierte Brexbachtalbahn eine direkte Verbindung mit Trier und Saarbrücken ermögliche. Pro Bahn werde daher weiterhin entschlossen für einen Erhalt der Strecke eintreten und hoffen, dass (...) zukünftiger Verkehr auch auf der Schiene und nicht nur auf der Straße stattfindet." Die Reaktivierung der Brexbachtalbahn sei zudem "für ein Zehntel der ursprünglich genannten Kosten (circa 22 Millionen Euro) für den Güterverkehr und/oder sporadisch verkehrende Tourismuszüge reaktivierbar."

Diese Summe entspricht in etwa dem vom Verein Brexbachtalbahn in einer Pressemitteilung erhofften Landeszuschuss, der seinerzeit für die Erneuerung der Eifelbahn bereitgestellt wurde (circa 2 Millionen Euro). Sind die stetigen Beteuerungen des Vereins, es werde auf der Brexbachtalbahn nie wieder Güterverkehr geben, unter den vorgenannten Umständen tatsächlich glaubhaft?

Thomas Reinke,

Ransbach-Baumbach