Brexbachtalbahn e.V.
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Krampfhaft Gründe suchen
Dienstag, 10. Juli 2007 um 03:00

Krampfhaft Gründe suchen

Der Widerstand gegen die Reaktivierung der Brexbachtalbahn in Ransbach-Baumbach stößt am Rhein bei vielen Menschen auf Unverständnis.

Wer etwas will, wird immer einen Weg finden, wer etwas nicht will, wird Gründe dagegen suchen. Und das tun die Gegner der Brexbachtalbahn krampfhaft: spielende Kinder auf den Gleisen, die da gar nichts zu suchen haben, Verkehrschaos, das ohne Brex aufgrund falscher verkehrspolitischer Weichenstellung in Ransbach täglich zu bestaunen ist, Naturschutz, obwohl der NABU es anders bescheinigt, Gefahr durch personengesicherte Übergänge, obwohl das eisenbahngesetzlich geregelt ist.

Gerade in einer sich dramatisch wandelnden Zeit, in der Klimakollaps und Globalisierung neues Denken und Handeln geradezu erzwingt. Garantiert ist nur eins: Die Kinder, in deren Verantwortung die Gegner der Bahn zu handeln vorgeben, werden erwachsen. Dann wollen sie einen Job, wollen mobil sein. Jobs werden die meisten aber wohl kaum in Ransbach finden. Also müssen sie pendeln - und Mobilität bedeutet in 10, 15 Jahren, sich mit einem Spritpreisvon 3,40 oder 5 Euro auseinanderzusetzen. Für eine Flächengemeinde wie Ransbach-Baumbauch wird es spätestens dann zum unschätzbaren strategischen Vorteil, Mobilität auch in Form einer noch vorhandenen Bahnlinie mit einem öffentlichen Taktverkehr in die Oberzentren am Rhein anbieten zu können.

Dann verkehrt sich der vermeintliche Nachteil der Bahnlinie schnell in einen Wettbewerbsvorteil. Eine solch vorgezeichnete Entwicklung erkennen die verantwortlichen Räte nicht. Die letzte bestehende Bahnlinie vom Westerwald in die Oberzentren am Rhein soll mit hohem finanziellen Aufwand abgerissen und für alle nachfolgenden Generationen zerstört werden. Visionen? Fehlanzeige! Stattdessen werden die ehrenamtlich arbeitenden Initiatoren der Touristenbahn beschimpft und verteufelt. Es muss einem so vorkommen, als ob man in Ransbach in dem berühmten "gallischen Dorf" lebt. Zwar hat man keine Angst, dass einem der
Himmel auf den Kopf fällt, stattdessen aber vor kleinen Schienenbussen.

Gernot Kallweit,
Vallendar