Brexbachtalbahn e.V.
Eine Rottenbude erwacht zu neuem Leben
Sonntag, 15. März 2009 um 20:12

In der letzen Ausgabe des Brexposè wurde unser erstes Bahnfahrzeug bereits vorgestellt: Eine fahrbare Rottenbude "Typ Wabern" . Das Fahrzeug hat inzwischen ein Alter von mehr als 50 Jahren erreicht. Die Bilder lösten vielerorts zunächst Verwunderung und vielleicht auch Mitleid der Betrachter aus. "Was ist denn daran noch zu retten?" Beim genaueren Betrachten des Fahrzeuges kann man aber die Eigenschaften exakt feststellen die auch die Wirtschaftswunderzeiten widerspiegeln: Einfach, robust und leicht zu handhaben. Das Fahrzeug hat einen massiven Grundrahmen mit Zugvorrichtungen und trägt auf der Rahmenbauweise eine Holzbeplankung.

Zunächst wurden die Reste aller seitlichen Holzteile und der Boden entfernt. Die Metallstreben im wiederherzustellenden Türeingang wurden repariert. Der Rahmen wurde komplett entrostet, grundiert und lackiert. Die Seitenelemente wurden mit Fenstern ausgestattet. Zusätzlich zum Schutz vor Vandalismus wurde das Fahrzeug mit Blechen beplankt. Die Innenausstattung wurde nach Original-Vorlagen rekonstruiert und eingebaut. Zur Erledigung vieler Arbeiten hatten wir Unterstützung:

Die Heinrich-Haus-GmbH betreut unter anderem ein Projekt "ITF" Individuelle Trainings - und Fortbildungsmaßnahme" Mit dieser Maßnahme werden Jugendliche und junge Erwachsene ohne Ausbildungsplatz an die Anforderungen handwerklicher Berufe in der Holz - und Metallbearbeitung herangeführt .Eignung , Leistung und Befähigung der Probanden werden strukturiert ermittelt und fließen auch über die Leistungen innerhalb der Projektarbeiten in anstehende Praktika ein. Die Teilnehmer der Maßnahme wurden mir einer Informationsfahrt zu den Zielen des Brexbachtalbahn e.V. informiert und konnten sich vor Ort  über den Sinn und Zweck der Nützlichkeit der Rottenunterkunft überzeugen. Entsprechend motiviert haben die Teilnehmer der Maßnahme viele Einzelaufgaben für uns erledigt. Summiert man alle Tätigkeiten, bedurfte es etwa 400 Arbeitsstunden.

Neben den Aktivitäten einzelner Vereinsmitglieder gilt unser Dank besonders den Firmen:

- Wagner & Gerz für das Bergen und den Transport des Fahrzeuges vom letzten Standort zur Brex.
- der Fa. Zils-Kfz , Bendorf für den Transport des Fahrzeuges innerhalb Bendorf.
- der Schreinerei Schumacher für die Lieferung , den Zuschnitt der Holzelemente und den Einbau der Fenster.

Ein besonderes "Dankeschön" gilt auch der Fam. Löcher aus Sayn, die spontan die Kosten der Blechbeplankung übernommen hat.

Fotos von der Aufarbeitung der Rottenbude werden in den nächsten Tagen in unserem Fotoalbum im Bereich "Bilder von der Brex" zu sehen sein. 

Text: Hans-Peter Nett